Schweden ist bekannt für seine fortschrittliche Familienpolitik. Doch wie hat das Land es geschafft, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern und mehr Frauen in den Arbeitsmarkt zu integrieren? Die Antwort liegt in einer Kombination aus großzügiger Elternzeit, guter Kinderbetreuung und kulturellem Wandel.
In den 1970er Jahren führte Schweden eine Reihe von Reformen ein, um die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern.
- Einführung der Elternzeit im Jahr 1974!!! Väter und Mütter haben Anspruch auf insgesamt 480 Tage bezahlte Elternzeit, die sie untereinander aufteilen können. Die großzügige Elternzeit hat dazu geführt, dass immer mehr Väter sich aktiv an der Kindererziehung beteiligen. Mein Mann war als unsere Kinder klein waren und Elternzeit war strikt NICHT GEWÜNSCHT. Viele schwedische Väter nehmen heute einen großen Teil der Elternzeit in Anspruch, was dazu beiträgt, traditionelle Rollenbilder aufzubrechen.
- Ausbau der Kinderbetreuung: Fast alle Kinder in Schweden besuchen eine Kindertagesstätte, und die Kosten sind stark subventioniert. Die gute Kinderbetreuung ermöglicht es Eltern, Beruf und Familie zu vereinbaren.
- Einführung von „Väldigt kort arbetstid“ (sehr kurze Arbeitszeit) für Eltern mit kleinen Kindern. In Schweden ist es normal, dass beide Elternteile arbeiten und sich die Kindererziehung teilen. Die hohe Qualität der Kinderbetreuung hat dazu geführt, dass mehr Frauen in den Arbeitsmarkt zurückkehren.
Quellen:
- Swedish Institute (2020): „Gender Equality in Sweden“.
- OECD (2019): „Family Database: Parental Leave Systems“.



