Siemens: Wie ein Traditionsunternehmen die Führungsetage diverser machte

Von der Quote zur Kultur: Wie Siemens es schaffte, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen.

Siemens, eines der größten Technologieunternehmen der Welt, steht für Innovation und Fortschritt. Doch lange Zeit sah es in der Führungsetage anders aus: Frauen waren stark unterrepräsentiert. In den letzten fünf Jahren hat Siemens jedoch gezeigt, wie ein Traditionsunternehmen die Führungsetage diverser machen kann – und dabei sogar seine Unternehmenskultur verändert.

Bis 2018 lag der Frauenanteil in Führungspositionen bei Siemens bei nur 16 %. Das Unternehmen erkannte, dass es handeln musste, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Talente besser zu nutzen. 

Eine liebe Nachbarin von mir ist dort übrigens seit vielen Jahren Führungskraft, sie hat z.B. 2 Produktionswerke geleitet und hatte 2 kleine Kinder. Hier ein paar Beispiele, was Siemens gemacht hat.

  • Einführung einer flexiblen Frauenquote: Siemens setzte sich das Ziel, bis 2025 30 % Frauen in Führungspositionen zu haben.
     
  • Mentoring-Programme: Frauen wurden gezielt gefördert und auf Führungsrollen vorbereitet.
     
  • Flexible Arbeitsmodelle: Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, führte Siemens Homeoffice und Teilzeitmodelle für Führungskräfte ein.
     
  • Top-down-Ansatz: Der damalige CEO Joe Kaeser machte Diversität zu einer persönlichen Priorität und trieb die Veränderungen voran.
     
  • Transparenz: Siemens veröffentlichte regelmäßig Fortschrittsberichte, um den Druck aufrechtzuerhalten und Verbesserungen zu messen.
     
  • Kultureller Wandel: Das Unternehmen förderte eine Kultur der Inklusion, in der Vielfalt als Stärke gesehen wird. 
     

Was ist passiert? Bis 2023 stieg der Frauenanteil in Führungspositionen auf > 25 %. 

Siemens wurde mehrfach für seine Diversitätsbemühungen ausgezeichnet, u. a. vom Dow Jones Sustainability Index.

 

Quellen:
  • Regelmäßiger Nachbarschaftsaustausch
  • Siemens AG (2023): „Diversity and Inclusion Report 2023“. 
  • Handelsblatt (2022): „Wie Siemens die Frauenquote erfüllt“. 
Bild von Autorin Sandra Uhrig

Autorin Sandra Uhrig

Sandra Uhrig begleitet seit fast 20 Jahren Menschen und Organisationen durch Veränderung – mit klarem Blick, viel Empathie und echter Lust aufs Gestalten.

Ob Keynote, Workshop oder individuelles Coaching: Sie schafft Räume, in denen Motivation wächst und Veränderung gelingt.

Veränderung braucht einen klaren Startpunkt.

Als aktive Managementberaterin zeige ich dir, wie du Resilienz aufbaust, dein Team motivierst und den Wandel wirklich gestaltest.